Inter- und transdisziplinär vernetzt für eine hohe Lebensqualität im Alter!

Förderung der Messung, des Monitorings und der Forschung

Die Förderung eines gesunden Alters schliesst die Forschung, Innovation und den Technologietransfer ein. Ziel ist es, auf die individuellen Fähigkeiten und Aktivitäten sowie die unterschiedlichen Alltaskontexte zugeschnittene Interventionen zu entwickleln und deren Wirksamkeit zu überprüfen. Als Zielgrösse der Gesundheitsversorgung dient die individuelle und alltägliche Funktionalität ("what people have reason to value").

 

Mobile Sensoren (wearables) ermöglichen die Erfassung von individuellen Tätigkeits- und Lebensqualitätsprofilen, die mit den durch den Kontext bestimmten Handlungsmöglichkeiten verknüpft werden können. Auf bestehenden Instrumenten aufbauend können diese Profile mit vorhandenen Individualdaten (Ressourcen, Fähigkeiten, Eigenschaften, Einschätzungen, Präferenzen) sowie sozio-strukturellen Indikatoren kombiniert werden. Daraus ergeben sich neue Analyseverfahren, in welchen unter Einbezug der Betroffenen die Individualebene (Akteurperspektive) und die gesellschaftliche Ebene (Strukturperspektive) erfasst werden kann. Damit geht zugleich eine inter- und transdisziplinäre Ausrichtung einher, welche auf das Individuum (Psychologie) und die Gesellschaft (Soziologie) zentrierte Ansätze in konstruktiver Weise verbindet. Zugleich können die Stärken der Geistes- und Sozialwissenschaften und jene der Medizin und der Ingenieurwissenschaften genutzt werden. Die Erforschung der subjektiven und objektiven Determinanten der Lebensqualität im Alltagskontext ergänzt somit die Erforschung von Krankheiten anhand von Symptomen im klinischen Kontext.

Kontakt

Lea Berger

Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW

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