Hochbetagte Menschen mit Mehrfacherkrankungen. Typische Fallbeispiele aus der geriatrischen Praxis

Irène Dietschi, im Auftrag des BAG, 2018.
Hochbetagte Menschen mit Mehrfacherkrankungen sind vielerorts die grösste Patientengruppe in Spitalabteilungen, Pflegeheimen, Hausarztpraxen oder bei Spitex und anderen Diensten der häuslichen Pflege. Die Betreuung und Behandlung dieser Patientinnen und Patienten können sehr komplex sein: Krankheitsspezifische Symptome werden überlagert von altersbedingten Funktionseinschränkungen, Gebrechlichkeit, psychiatrischen und kognitiven Problematiken oder medikamentöser Fehl- bzw. Überversorgung. Aufgrund der demographischen Entwicklung wird die Anzahl der hochbetagten, multimorbiden Patientinnen und Patienten voraussichtlich auch in Zukunft steigen.

Die Broschüre fokussiert auf diese Patientengruppe: Anhand von typischen Fallbeispielen vermittelt sie auf anschauliche Art geriatrisches Grundwissen und zeigt zudem, wie die Zusammenarbeit berufsgruppen- und sektorenübergreifend erfolgt.

fileicon Hochbetagte_Menschen_D_PDF (pdf, 2.2 MB)
 

Abgeltung von Leistungen im Rahmen der koordinierten Versorgung. Bericht im Rahmen des Projektes «Koordinierte Versorgung»

BAG, 2018.
Der Bundesrat hat in der Agenda «Gesundheit 2020» seine gesundheitspoliti- schen Prioritäten formuliert. Ein Ziel ist es, die Koordination in der Versorgung und die Integration der erbrachten Leistungen in allen Bereichen zu fördern. Um dies zu erreichen, lancierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) das Projekt «Koordinierte Versorgung». Im Fokus stehen Patientengruppen, die einen hohen Bedarf an Koordination haben. Dies betrifft Personen, die an mehreren Krankhei- ten gleichzeitig leiden (Multimorbidität) und/oder deren Behandlung den Beizug mehrerer Fachpersonen erfordert. Übergänge zwischen den verschiedenen Settings (ambulanter Bereich, Akutsomatik, Rehabilitation, stationäre Langzeit- pflege) kommen häufig vor. Für diese Patientengruppen werden Massnahmen umgesetzt, um die koordinierte Versorgung an diesen spezifischen Schnittstellen zu verbessern. Im Rahmen des Projekts «Koordinierte Versorgung» sollen aber auch die Rahmenbedingungen für die koordinierte Versorgung verbessert wer- den. Zu diesem Zweck wurde das vorliegende Handbuch zur Abgeltung von Leistungen der koordinierten Versorgung erarbeitet.
Der Schwerpunkt des Handbuches liegt auf den Schnittstellen zwischen der akutstationären Versorgung und den vor- und nachgelagerten Bereichen sowie auf den derzeit geltenden Abgeltungsmodalitäten. Mit Hilfe von zehn Fallbei- spielen werden Situationen beschrieben, in denen Herausforderungen bezüglich der Abgeltung an den Schnittstellen auftreten. Diese Fallbeispiele werden juris- tisch beurteilt und sind mit einem Fazit im Sinne einer Handlungsempfehlung zuhanden der Leistungserbringer und Kostenträger versehen.
Die Fallbeispiele basieren auf strukturierten qualitativen Interviews mit Fachpersonen aus dem Bereich der Akutspitäler, Hausarztpraxen, Rehabilitations- kliniken, Pflegeheime und der Spitex. Dazu wurden Personen verschiedener Berufsgruppen (Medizin, Pflege, Sozialdienst, Management und Supportfunktio- nen) in der gesamten Schweiz befragt.
In den meisten Fällen reichen die gesetzlichen Grundlagen, d.h. das Bundes- gesetz über die Krankenversicherung (KVG), Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) und Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) aus, um für die Herausforderungen zwischen den Tarifpartnern eine Lösung zu erarbeiten. Indessen ist Offenheit für neue Zusammenarbeitsmodelle, Innovationen und Kooperations-Bereitschaft die Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterent- wicklung des Gesundheitssystems.

 

Gesundheitliche Vorausplanung mit Schwerpunkt «Advance Care Planning». Nationales Rahmenkonzept für die Schweiz

BAG & palliative ch, 2018.
Im Rahmen der gesundheitspolitischen Prioritäten des Bundesrates «Gesundheit2020» wurde im Juli 2015 das Projekt «Koordinierte Versorgung» lanciert.1 Bereits heute leisten verschiedene Stellen wert- volle Arbeit im Bereich der gesundheitlichen Vorausplanung, z.B. durch das Erstellen von Patientenver- fügungen und Notfallplänen. Im neuen Konzept geht es einerseits um eine Klärung der Terminologie und andererseits um Empfehlungen zur Optimierung und Strukturierung dieser Prozesse, die von einer individuellen Wertediskussion bis hin zur regional koordinierten Anwendung und einheitlichen Doku- mentation reichen. Vorhandenes wird in einen übergreifenden Prozess von Kommunikations- und Infor- mationsstrukturen eingebettet und im Sinne einer koordinierten Versorgung gebündelt. Ziel ist es, dass der Wille eines wohlinformierten Patienten bei fortschreitender Erkrankung einerseits den Behandlungs- plan aller Beteiligten, andererseits in Situationen des Notfalls und der länger andauernden oder dauer- haften Urteilsunfähigkeit die Behandlungsentscheidungen leitet. Das Rahmenkonzept beinhaltet Grund- lagen und Empfehlungen für die konkrete Umsetzung in die Gesundheitsversorgung der Schweiz. Es folgt damit der Vision eines Gesundheitssystems, wie sie von der SAMW im Positionspapier «Nachhal- tige Medizin» im Jahr 2012 definiert wurde – der Vision eines partnerschaftlichen, interprofessionell und nachhaltig ausgestalteten Gesundheitssystems. Zudem trägt es dazu bei, das Schweizer Gesundheits- wesen patientenzentrierter auszurichten.

 

Wohnen im Alter. Handbuch für Aargauer Gemeinden

Fachstelle Alter und Familie des Kantons Aargau, Age Stiftung & Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz, 2018.
Ziel des Handbuchs «Wohnen im Alter für Gemeinden» ist es, den Gemeindeexekutiven und Kaderleuten der Verwaltung eine Informations- und Entscheidungsgrundlage für die Entwicklung und Führung von Projekten zu Wohnen im Alter zu bieten. Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, Mitglieder von Baukommissionen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gemeindeverwaltungen und interessierte Trägerschaften sollen ermutigt werden, sich dieser herausfordernden Thematik anzunehmen und Projekte und Prozesse zu Wohnen im Alter in Angriff zu nehmen.

 

Untersuchung zum betreuten Wohnen - Einsparpotential, Ausmass der Hilfsbedürftigkeit, Höhe des EL-Pauschalbeitrags

Büro BASS, Schlussbericht im Auftrag des BSV, März 2018.
Im Rahmen der laufenden Reform der Ergän- zungsleistungen (EL) hat sich die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des National- rates (SGK-NR) für einen Ausgabenposten zur Deckung der Kosten des betreuten Wohnens ausgesprochen.2 Altersrentnerinnen und -rentner, die Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung (HE) leichten Grades haben, sollen einen zusätzlichen jährlichen Mietzinszuschlag (EL-Pauschale) von 15‘000 CHF für Einzelpersonen und 22‘500 CHF für Ehepaare erhalten, wenn sie in einer betreuten Wohnform leben. Mit dem betreuten Wohnen soll der Eintritt in ein Pflege- heim aufgeschoben oder gar vermieden werden.
In diesem Zusammenhang hat das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) das Büro für ar- beits- und sozialpolitische Studien (BASS) mit einer Studie mandatiert, um verschiedene Frage- stellungen zum betreuten Wohnen zu untersuchen.

 

Rapport de la Commission consultative cantonale pour le développement de la politique en faveur des personnes âgées

Canton du Valais, 23.02.2017.
En Valais comme ailleurs, le vieillissement de la population demande une politique sociale adéquate, hors du cadre spécifique de la santé. Mandatée par le Département de la santé, des affaires sociales et de la culture, une commission consultative travaille sur le sujet depuis décembre 2015 et vient de rendre son rapport. Ses missions : dresser un état des lieux de la situation des personnes en âge AVS dans le canton et proposer des mesures en faveur de cette population.

 

Personnes âgées peu dépendantes de soins. Prise en charge dans cinq cantons romands

Obsan, Dossier 58, 2017.
La Suisse romande compte une faible proportion de personnes âgées peu dépendantes de soins dans ses EMS. De quelle manière les soins de longue durée sont-ils organisés et régulés dans les cantons romands, afin de permettre un accompagnement hors EMS ? Ce rapport, réalisé par le bureau d’études serdaly&ankers sur mandat de l’Obsan, se penche sur cette question. Basé sur une enquête auprès de cinq cantons romands (Genève, Jura, Neuchâtel, Vaud et Valais), il présente les solutions de prise en charge existantes pour les personnes nécessitant peu de soins, l’organisation et la régulation des prestations et les stratégies d’avenir. Il donne ainsi des pistes et des réflexions à l’intention de cantons intéressés à une stratégie similaire.
fileicon obsan_dossier_58 (pdf, 3.6 MB)
 

Brennpunkt Wohnen in der Stadt - Broschüre zur Frühlingskonferenz 2017

Städteinitiative Sozialpolitik, 2017.
An ihrer Frühlingskonferenz 2017 hat sich die Städteinitiative Sozialpolitik mit den Zusammenhängen zwischen Wohnversorgung, Sozialstruktur und der Rolle des Staates auseinandergesetzt. Die wichtigsten Inhalte sind in dieser Broschüre zusammengefasst.

 

Demografiestrategie Kanton Schaffhausen

Regierungsrat des Kantons Schaffhausen, Januar 2017.
Der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen hat sich für die Legislatur 2013 – 2016 zum Ziel gesetzt, sich mit der demografischen Entwicklung im Kanton auseinanderzusetzen. Mit Beschluss vom 1. September 2015 hat der Regierungsrat den Auftrag erteilt, eine Strategie zur demografischen Entwicklung im Kanton erarbeiten zu lassen. Mit dem vorliegenden Bericht ist eine Analyse und eine Prognose der demografischen Entwicklung im Kanton Schaffhausen und damit eine Basis für die Auseinandersetzung mit der demografischen Entwicklung geschaffen worden.

 

Demografischer Wandel in der Schweiz: Handlungsfelder auf Bundesebene

Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulats 13.3697 Schneider-Schneiter «Synthese zur Demografiestrategie», 2016.
Neben Klimawandel, Globalisierung, Digitalisierung, Individualisierung und Urbanisierung gehört der demografische Wandel zu den zentralen Megatrends unserer Zeit. Der demografische Wandel äussert sich in der Schweiz in einer höheren Lebenserwartung (Alterung der Gesellschaft) sowie in einem wachsenden Anteil von Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund. Folgen davon sind ein generelles Bevölkerungswachstum sowie eine zunehmende Heterogenität der Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund wurde der Bundesrat mit dem Postulat 13.3697 Schneider-Schneiter «Synthese zur Demografiestrategie»1 beauftragt zu prüfen wie aus den verschiedenen bereits bestehenden Demografieberichten eine Synthese erarbeitet werden könnte. Dies mit dem Ziel, eine Demografiestrategie vorzulegen und aufzuzeigen, wie dem demografischen Wandel in der Schweiz begegnet werden soll, um Wohlbefinden und Wohlstand langfristig zu sichern.
Der vorliegende Bericht dient der Erfüllung des Postulats 13.3697 durch den Bundesrat. Ziel des Berichts ist die Übersicht über die bestehenden departementalen Demografieberichte und demografischen Grundlagen auf Bundesebene sowie deren Würdigung. Anhand der Analyse von möglichen Chancen und Risiken des demografischen Wandels werden Überlegungen bezüglich Handlungsfelder und Ansatzpunkte für eine Demografiestrategie des Bundes abgeleitet. Der vorliegende Bericht ist daher nicht als konsolidierte Demografiestrategie zu verstehen, sondern gibt Empfehlungen in Bezug auf die Ausgestaltung einer Demografiepolitik des Bundesrates ab.

fileicon Demografischer_Wandel (pdf, 1.1 MB)
 

Bestandesaufnahme und Perspektiven im Bereich der Langzeitpflege

Bericht des Bundesrates in Erfüllung der Postulate 12.3604 Fehr Jacqueline vom 15. Juni 2012; 14.3912 Eder vom 25. September 2014 und 14.4165 Lehmann vom 11. Dezember 201, 2016.
Dank einer steigenden Lebenserwartung wird die Schweizer Bevölkerung älter. Diese an sich positive Entwicklung hat für das Gesundheitswesen dann Konsequenzen, wenn das hohe Alter mit gesundheitlichen Einschränkungen verbunden und Pflegebedürftigkeit die Folge ist. Angesichts des prognostizierten Anstiegs des Anteils der über 65-Jährigen respektive der über 80-Jährigen an der Bevölkerung in den kommenden Jahren ist mit einer starken Zunahme der Pflegebedürftigkeit zu rechnen. Diese Entwicklung bringt einige Herausforderungen in den Bereichen Pflegepersonal, Versorgungsstrukturen und Finanzierung mit sich und dürfte die Situation in der Langzeitpflege verschärfen.

fileicon Pflegebericht (pdf, 1.4 MB)
 

Nationale Strategie Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie)
2017–2024

Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), 2016.
Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf- und chronische Atemwegserkrankungen sind heut-zutage die häufigsten Todesursachen in der Schweiz und verursachen viel Leid. Diese nichtübertragbaren Krankheiten (engl. noncommunicable diseases, kurz NCDs) sind bei Männern für über 50 % und bei Frauen für über 60 % der vorzeitigen Sterblichkeit (vor dem 70. Lebensjahr) verantwortlich1. Zusammen mit den musku-loskelettalen Erkrankungen verursachen diese fünf NCDs rund 40 % der gesamten Gesundheitsausgaben. Viele dieser Krankheiten können jedoch durch den individu-ellen Lebensstil beeinflusst werden. Die wichtigsten Einflussfaktoren sind der Tabak- und Alkoholkonsum sowie das Ernährungs- und Bewegungsverhalten.
Der Dialog Nationale Gesundheitspolitik – die gemeinsame Plattform von Bund und Kantonen – hat als Reaktion auf die bestehenden Herausforderungen im November 2013 die partizipative und partnerschaftliche Erarbeitung einer «Nationalen Strate-gie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten» (kurz: NCD-Strategie) in Auftrag gegeben. Diese wurde auf der Grundlage zweier Arbeitsgruppenberichte, die durch zahlreiche Akteure erarbeitet wurden, vom BAG gemeinsam mit der Schweizeri-schen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren und der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz entwickelt. Die NCD-Strategie ist eine der fünf Prioritäten der bundesrätlichen Strategie Gesundheit2020 und ein zentrales Ziel der Legislaturplanung 2016–2019.

fileicon ncd-strategie (pdf, 2.0 MB)
 

Policies on Ageing and Health. A selection of innovative models

Mathias Bernhard Bonk, mandated by the Swiss Federal Office of Public Health, Division of International Affairs, 2016.
The overall aim of this study is to present public policies and programmes designed to promote healthy ageing. The study is based on national policies and initiatives of five countries, which have already been very active in this field (France, Japan, Netherlands, Norway and Switzerland). Additional policies and innovative approaches for healthy ageing from other countries are also
being presented. WHO´s Global Strategy and Action Plan for Ageing and Health has been used as the underlying framework for the study´s structure. The study demonstrates the complexity of challenges, the diversity of stakeholders involved, and the variety of measures and initiatives in the area of ageing and health. It also illustrates that a coordinated and harmonized approach at local, regional and national levels is beneficial to tackle the challenges. Countries need to identify evidence-based solutions suitable to their respective societal and cultural contexts. Setting measurable and achievable targets will be important for securing political commitment and for raising public awareness. The exchange of knowledge, experiences and good practices nationally and internationally will certainly be helpful for the development and implementation of policies and programmes for healthy ageing.

 

Quarterentwicklung. Herausforderung für die moderne städtische Raumplanung

Forum Raumentwicklung, Bundesamt für Raumentwicklung, 2016.
Die Quartierentwicklung liegt im Trend. Vielerorts in unserem Land sind in städtebaulichen
und gesellschaftlichen Fragen immer komplexere Interventionen zu beobachten. Sie stellen eine Reaktion auf raumplanerische Herausforderungen dar, mit denen sich Städte und Agglomerationsgemeinden zunehmend konfrontiert sehen.
Aber woher stammt dieses Interesse des Bundes am Quartier? Alles begann Anfang der 2000er-Jahre, als Themen der gesellschaftlichen Veränderung und der Lebensqualität im städtischen Milieu immer mehr in den Fokus des Bundes rückten. Damals wurde man sich bewusst, dass dem Raum des alltäglichen Lebens besondere Beachtung geschenkt werden muss. Wenn man solche Themen effizienter behandeln und angemessene Instrumente einsetzen will, muss man es dort tun, wo sich die gesellschaftlichen Beziehungen entwickeln. Dieser Erkenntnis auf eidgenössischer
Ebene ist es zu verdanken, dass das Quartier heute als Territorium betrachtet wird, das sich in ein grösseres Ganzes einfügt. Von der Stadt oder der Agglomeration aus können die Fragen des sozialen Zusammenhalts angegangen werden.
Dank seiner überschaubaren Grösse ist das Quartier – der alltägliche Lebensraum, in dem man sich wohl und sicher fühlen möchte – ein Bereich, der für alle leicht verständlich ist. Der Bund darf bei der Umsetzung seiner nationalen Strategien auch in Zukunft nicht vergessen, dass die eidgenössischen Politiken einen massgeblichen Einfluss auf die Quartiere haben können. Deshalb muss er sich darum bemühen, die verschiedenen Politiken besser zu koordinieren. Voraussetzung dafür ist, dass er aufmerksam mitverfolgt, was auf der lokalen Ebene geschieht, um so die Auswirkungen vor Ort besser zu verstehen.

 

Angebot und Inanspruchnahme von intermediären Strukturen für ältere Menschen in der Schweiz

Obsan, Dossier 52, 2016.
Die Pflege und Betreuung älterer Menschen findet nicht mehr nur im eigenen Zuhause durch Angehörige und Spitex-Organisationen oder im Alters- und Pflegeheim statt. Sie wird mehr und mehr durch sogenannte intermediäre Angebote, wie z.B. Tages- und Nachtstrukturen, ergänzt. Trotz der wachsenden Bedeutung dieser intermediären Strukturen, sind kaum statistische Informationen vorhanden. Um diese Lücke zu schliessen, hat das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) Ecoplan beauftragt, mit einem pragmatischen Vorgehen einen ersten quantitativen Überblick über die intermediären Strukturen für ältere Personen in der Schweiz zu schaffen. Der Bericht wendet sich an die verschiedenen Akteure im Bereich der Alterspolitik und der Gesundheitsversorgung im Alter auf Ebene Bund, Kantone und Gemeinden.

fileicon obsan_dossier_52_3_2016 (pdf, 3.9 MB)
 

Langzeitpflege in den Kantonen

Obsan, Bulletin 13, 2016.
In diesem Bulletin werden die verschiedenen Praktiken bei der Betreuung von älteren Menschen in den Kantonen untersucht. In einem ersten Teil werden die drei Organisationsmodelle der Langzeitpflege vorgestellt. Diese erste Analyse wird ergänzt durch einen zweiten Teil, der die Rolle der intermediären Strukturen untersucht, und einen dritten Teil, der sich mit der Rolle der pflegenden Angehörigen befasst.

fileicon obsan_bulletin_2016-13_d (pdf, 281.5 KB)
 

Statistischer Sozialbericht der Schweiz 2015

Bundesamt für Statistik, 2015.
Der Sozialbericht des BFS beschreibt gesamtschweizerisch die wichtigsten sozialen und wirtschaftlichen Tendenzen sowie die verschiedenen sozialen Risiken, denen man im Laufe des Lebens ausgesetzt sein kann. Ausserdem analysiert er einerseits den Schutz, den das schweizerische System der sozialen Sicherheit bietet. Andererseits geht er auf die Bevölkerungsgruppen ein, die sozialen Risiken ausgesetzt sind, die das System wenig bzw. ungenügend abdeckt.

fileicon Sozialbericht2015 (pdf, 3.0 MB)
 

Gesundheit in der Schweiz – Fokus chronische Erkrankungen. Nationaler Gesundheitsbericht 2015

Obsan, 2015.
Der Nationale Gesundheitsbericht gibt viele Antworten auf die Frage nach der Gesundheit der Bevölkerung: Anhand von Kernindikatoren wird die gesundheitliche Lage der Bevölkerung der Schweiz über die ganze Lebensspanne dargestellt. Mittels direkter Verlinkung auf die Webseite (www.obsan.ch) können zudem weitere Informationen abgerufen werden – zum Beispiel Unterschiede nach Bildungsgrad, Einkommen und Vergleiche zwischen städtischen und ländlichen Gegenden bzw. nach Sprachregionen. Inzwischen ermöglichen die etablierten Indikatorensysteme, sich in kurzer Zeit einen Überblick über die Entwicklung eines Gebiets zu verschaffen und die Menge der gewünschten Informationen zu steuern und einzuschränken.


fileicon gesundheitsbericht_2015_d_0 (pdf, 3.0 MB)
 

Vieillissement et politiques de l’emploi : mieux travailler avec l'âge

OCDE & Office fédéral des assurances sociales, 2014.
Dans un contexte de vieillissement rapide de la population, il est crucial de donner aux travailleurs âgés de meilleurs choix et incitations au travail pour promouvoir la croissance économique et améliorer la viabilité du système public de dépenses sociales. Le Comité de l’emploi, du travail et des affaires sociales de l’OCDE a décidé en 2011 d’entreprendre un nouvel examen des politiques pour encourager plus de participation des travailleurs âgés au marché du travail en favorisant l’employabilité, la mobilité professionnelle et la demande de travail. Cet examen sur la Suisse s’inscrit dans le suivi de travaux déjà menés par l’OCDE sur cette question dans la série Vieillissement et politiques de l’emploi et dans son rapport comparatif de première importance, Vivre et travailler plus longtemps, publié en 2006.

Faisant suite au rapport de 2003 "Vieillissement et politiques de l’emploi : Suisse", l’objectif de ce rapport est de relever les domaines dans lesquels des changements ou de nouvelles réformes sont nécessaires à mener pour encourager le travail jusqu’à un âge plus avancé.

 

Personen ab 55 Jahren im Gesundheitssystem: Schweiz und internationaler Vergleich 2014

Obsan, Dossier 43, 2014.
Der Bericht präsentiert die Ergebnisse der Erhebung 2014 «International Survey of Older Adults»
des Commonwealth Fund in New York (USA). Neben Australien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Kanada, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Schweden und den USA beteiligt sich die Schweiz seit 2010 an dieser gesundheitspolitischen Erhebung. Befragt wurden 2014 insgesamt 1812 Personen der Bevölkerung im Alter ab 55 Jahren in den drei grossen Sprachregionen der Schweiz. Im Bericht sind die Resultate 2014 thematisch aufbereitet: Haltung gegenüber dem Gesundheitssystem, selbst eingeschätzte Gesundheit, Inanspruchnahme der Versorgung, Betroffenheit durch und Qualität bei der Versorgung chronischer Erkrankungen, Versicherungsdeckung, selbst bezahlte Gesundheitsausgaben, Verlagerungen von Behandlungen in nicht-ärztliche Bereiche sowie «Versorgung am Lebensende» sind diese Themen. Die Resultate im Bericht sind immer das Ergebnis von internationalen Vergleichen und von solchen zwischen den soziodemografischen Gruppen innerhalb der Schweiz. 
Ein erfreuliches Resultat für die Schweiz ist, dass die befragten 55-jährigen und älteren Personen im Vergleich zu den zehn anderen Ländern die grösste allgemeine Zustimmung zum Schweizer Gesundheitssystem angeben. Ansonsten legt der Bericht das Augenmerk eher auf Mängel, wo entsprechendes Verbesserungspotential besteht. So zeigt sich etwa, dass Gespräche zu Präventionsthemen wie Ernährung, Bewegung, Stress und Rauchen in der Schweiz eher selten sind. Oder man erkennt, dass in der Schweiz gemäss Einschätzung der Befragten relativ viele medizinische Tests doppelt gemacht werden. Weiter sieht man, dass hierzulande relativ wenig mit Medikamentenlisten oder mit schriftlicher Information nach einem Spitalaufenthalt gearbeitet wird. Sichtbar wird aber auch die grosse Bedeutung einer umfassenden medizinischen Grundversorgung für chronisch kranke Personen. Der Bericht enthält einen ausführlichen Tabellenanhang, in dem alle erhobenen Resultate 2014 dargestellt sind.

fileicon obsan_dossier_43_2014 (pdf, 2.6 MB)
 

Gesundheit 2020

Bundesamt für Gesundheit (BAG), 2013.
Der Bundesrat hat im Januar 2013 die Strategie Gesundheit2020 verabschiedet. Mit 36 Massnahmen will er die Lebensqualität sichern, die Chancengleichheit stärken, die Versorgungsqualität erhöhen und die Transparenz verbessern.
Die Massnahmen von Gesundheit2020 werden unter Einbezug aller wichtigen Akteure umgesetzt. Mit dem Ziel, das Schweizer Gesundheitssystem optimal auf die kommenden Herausforderungen auszurichten und gleichzeitig bezahlbar zu halten. Die Schweiz verfügt heute über ein sehr gutes Gesundheitssystem, die Einwohnerinnen und Einwohner unseres Landes sind mit den erbrachten Leistungen zufrieden. In den nächsten Jahren und Jahrzehnten sind jedoch grosse Herausforderungen zu bewältigen.
Es geht darum, Krankheiten und damit verbundenes Leid durch eine wirksame Vorbeugung, Früherkennung und Langzeitversorgung zu vermeiden, die Selbstkompetenz aller Bevölkerungsgruppen in Gesundheitsfragen zu erhöhen, unnötige Behandlungen und Komplikationen zu vermeiden, aber auch die vorhandenen Effizienzreserven durch transparente Strukturen sowie eine bessere und klarer geregelte Steuerung des Systems auszuschöpfen. Im Zentrum all dieser Massnahmen stehen die Menschen und ihr Wohlbefinden. Das Gesundheitssystem soll um sie und ihre Bedürfnisse herum weiter entwickelt werden.

fileicon bericht-gesundheit2020 (pdf, 838.7 KB)
 

Ältere Arbeitslose (50+)

SECO, 2013.
In der Schweiz sind ältere Arbeitnehmende gut in den Arbeitsmarkt integriert. Dennoch ist es für Menschen über 50 nach einer Entlassung schwieriger als für junge Leute, eine neue Stelle zu finden. Deshalb sind ältere Personen dem Risiko der Langzeitarbeitslosigkeit stärker ausgesetzt.
Angesichts der alternden Bevölkerung und des Fachkräftemangels ist es somit umso wichtiger, ältere Arbeitnehmende im Erwerbsleben zu halten und über 50-jährige Arbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Deshalb bietet einerseits die Arbeitslosenversicherung gezielte Massnahmen an, andererseits ist die Verbesserung der Situation der älteren Arbeitnehmenden eine der vier Prioritäten der Fachkräfteinitiative. In diesem Rahmen geht das SECO gemeinsam mit anderen Bundesämtern auf verschiedene Aspekte dieser Thematik ein und versammelt die wichtigsten Akteure anlässlich einer jährlich stattfindenden Konferenz zum Thema ältere Arbeitnehmende. 

 

Altersrücktritt im Kontext der demografischen Entwicklung

Beiträge zur sozialen Sicherheit, Forschungsbericht Nr. 11/12, BSV, 2012.
Zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen wird die Arbeitsmarktbeteiligung älterer Mitarbeitender sowohl mit Blick auf die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt als auch auf die Finanzie-rung der Altersvorsorsorge von entscheidender Bedeutung sein. Gefragt sind geeignete betriebliche und institutionelle Rahmenbedingungen, um die Erwerbstätigkeit der älteren Arbeitskräfte zu unterstützen.
Vor diesem Hintergrund hat das Bundesamt für Sozialversicherungen 2011 im Auftrag des Bundesrates die vorliegende Studie lanciert. Das Forschungsinstitut INFRAS wurde beauftragt, die Einflussfaktoren auf das effektive Rücktrittsalter der Erwerbstätigen zu identifizieren, sowie die Umstände zu untersuchen, die bei Personen zwischen 58 und 69 Jahren die Arbeitsmarktbeteiligung bzw. den Rücktritt aus dem Erwerbsleben beeinflussen. Die Studie gibt zudem Aufschluss über die Erwartungen der Arbeitgeber, der Erwerbstätigen und deren Organisationen an den Gesetzgeber zur Gestaltung der Altersvorsorge. Sie liefert so eine weitere Grundlage zur Schaffung von Rahmenbedingungen, die älteren Personen im Arbeitsprozess länger eine Chance bieten.

 

Strategie für eine schweizerische Alterspolitik

Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulates Leutenegger Oberholzer (03.3541) vom 3. Oktober 2003, 2007.
Der Bundesrat legt in Beantwortung eines parlamentarischen Vortosses (Postulat Leutenegger Ober- holzer 03.3541) Leitlinien als Grundlage für eine schweizerische Alterspolitik vor.
In Anbetracht der Bevölkerungsentwicklung und deren Folgen, die es vorauszusehen gilt, braucht es eine gesamtheitliche Strategie. Eine Strategie drängt sich auch deshalb auf, weil Alterspolitik sich nicht nur auf Altersvorsorge beschränkt, sondern zahlreiche andere Politikbereiche umfasst. Dazu gehören u.a. das öffentliche Gesundheitswesen und das Wohnungswesen oder die Verkehrspolitik. Mit einer Gesamtübersicht sowie einer gemeinsamen Strategie könnten die in den verschiedenen Bereichen getroffenen oder geplanten Massnahmen besser aufeinander abgestimmt werden.
Der Bericht beleuchtet die heutige Situation älterer Menschen bezogen auf fünf Themenbereiche: Gesundheit und medizinische Versorgung, Wohnsituation und Mobilität, Arbeit und Übergang in den Ruhestand, wirtschaftliche Situation, Engagement und gesellschaftliche Partizipation. Die Ressourcen und Leistungspotenziale der älteren Bevölkerung sowie ihre Bedürfnisse werden für jeden Bereich hervorgehoben. Auch die Herausforderungen, die sich den betroffenen Einrichtungen damit stellen, werden beschrieben.

fileicon 0_Altersbericht_d_EDI (pdf, 1.2 MB)
 

Soins de longue durée aux personnes âgées en Suisse. Evolutions 2006–2013

Obsan, rapport 67, 2015.
La primauté de l’ambulatoire sur le stationnaire, réponse politique formulée face au besoin accru en structures médico-sociales pour la population âgée dépendante ou fragilisée, s’est largement imposée. Cette orientation a en effet été largement suivie, au point que toutes les stratégies cantonales s’orientent aujourd’hui sur ce principe (Oesch et Künzi 2015, non publié). La présente publication retrace l’évolution du secteur des soins de longue durée sur les années 2006–2013 et
s’attache à montrer les grandes tendances dans le recours aux EMS, aux SASD et aux longs séjours hospitaliers. Sans faire partie à proprement parler des structures de soins de longue durée, les hôpitaux ont longtemps joué un rôle tampon en offrant des lits d’attentes dans les régions ayant une offre insuffisante de places en EMS, c’est pourquoi il est pertinent d’observer leur évolution.

obsan_67_rapport_2015 (pdf, 660.6 KB)
 
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Kontaktperson

Lea Berger
Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW
lea.berger (@) sagw.ch


Illustrationen

Anna Luchs, Angela Reinhard
(atelier nordföhn) & WHO