Schaffung von altersfreundlichen Umgebungen


Die Umwelt ist ein zentrales Element des funktionalen, multidimensionalen und individuellenLebensqualitätskonzept. Ziel ist es daher, die Lebensbedingungen so zu gestalten, dass auch Menschen mit eingeschränkten Ressourcen ihr Leben nach ihren Vorstellungen und Zielen führen können. Altersfreundliche Umgebungen schaffen bedeutet, ein Umfeld zu errichten, welches den Bedürfnissen der älteren Generationen gerecht wird und somit ihre Gesundheit, Autonomie, Selbstständigkeit und Partizipation fördert. Digitale Techniken (active assisted living, smart homes, wearables) können wesentlich zur Stärkung der Autonomie, Selbständigkeit und Partizipation beitragen.

Altersfreundlich heisst niederschwellig zugänglich, gerecht, integrierend, sicher und fördernd. Angesichts des hohen Einflusses sozialer Ungleichheit und dem damit einhergehenden sozialen Ausschluss, der sich negativ auf den Gesundheitszustand auswirkt, ist dieses Ziel für das gesundheitliche Wohlbefinden der älteren Bevölkerung zentral: Real wie digital gestaltete altersfreundliche Umgebungen helfen, Altersdiskriminierungen zu vermeiden, ermöglichen die gesellschaftliche Partizipation der älteren Bevölkerung und bieten besonders vulnerablen Personen Sicherheit. Somit sind sämtliche Lebens- und politische Bereiche von diesem strategischen Ziel betroffen: das Wohnen, der öffentliche Raum (Infrastrukturen, Mobilität), das Gesundheits- und Wohlfahrtssystem wie auch der Arbeitsmarkt.

 
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Kontaktperson

Lea Berger
Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW
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Illustrationen

Anna Luchs, Angela Reinhard
(atelier nordföhn) & WHO