GRUNDLAGEN

 
WHO-Grundlagen: «Global Strategy and Action Plan on Aging and Health»
Eine neue Gesundheitsdefinition

Mit dem «Global Strategy and Action Plan on Ageing and Health» hat die WHO eine neue Gesundheitsdefinition mit vielfältigen und wichtigen Implikationen vorgelegt. Gefordert wird unter anderem mehr eine Ausrichtung der Gesundheitspolitik auf eine dynamische, kontextbezogene Stabilisierung der Lebensqualität.

"Gesundheit ist ein dynamischer Prozess, welcher sich aus den Wechselwirkungen zwischen der Umwelt und den Fähigkeiten, Fertigkeiten, Eigenschaften, Beeinträchtigungen und biologisch-physiologischen Bedingungen ergibt und es einem Menschen während seines Lebens erlaubt, zu tun und zu sein, was für ihn bedeutsam ist." (Dr. Antonia Jann, Age-Stiftung, in Anlehnung an die WHO, 2015)


Fünf Handlungsfelder

Die WHO-Strategie identifiziert fünf strategische Handlungsfelder, die darauf abzielen, die funktionale Lebensqualität der Individuen zu stabilisieren oder zu erhöhen. Diese Handlungsfelder sind ebenfalls im Schweizer Kontext relevant.

In den Unterrubriken werden die fünf Handlungsfelder kurz beschrieben.


Quellen / Literatur

Link zur WHO-Strategie

Das Dossier "Gesund Altern" (SAGW Bulletin 1/16) thematisiert die WHO-Strategie:

 
Das Konzept der funktionalen Lebensqualität

Lebensqualität wird als funktionaler und dynamischer Prozess verstanden: Diese ergibt aus dem Zusammenspiel individueller Fähigkeiten, Fertigkeiten, Eigenschaften, Beeinträchtigungen, biologisch-physiologischen Bedingungen und der Umwelt. Die Möglichkeit, das Leben nach eigenen Vorstellungen und Zielen zu gestalten, zu tun, was für bedeutsam erachtet wird, zeichnet eine hohe Lebensqualität aus. Die funktionale Lebensqualität ergibt sich entsprechend aus dem Zusammenspiel zwischen den gesellschaftlichen und kontextuellen Handlungsgelegenheiten, den individuellen Handlungsfähigkeiten und dem selbstbestimmten Erkennen, Bewerten und Priorisieren von Handlungsmöglichkeiten und Handlungsfolgen. Funktionale Lebensqualitätskonzepte, die individuelle und kontextuelle Bedingungen verbinden, bieten damit eine tragfähige Grundlage für eine interdisziplinäre Bearbeitung der von der WHO identifizierten fünf strategischen Handlungsfeldern.

Zur Workshopreihe "Lebensqualität definieren, messen und fördern" 

Die Berichte zu den Workshops finden sich ebenfalls unter der Rubrik Literatur: Akademien. 

 
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Kontaktperson

Lea Berger
Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW
lea.berger (@) sagw.ch


Illustrationen

Anna Luchs, Angela Reinhard
(atelier nordföhn) & WHO