PROJEKTE DER a+ SWISS PLATFORM AGEING SOCIETY

 
 

FÖRDERUNG EINER DIFFERENZIERTEN REFLEXION ÜBER DAS ALTERN

 

Laufend: Working Package 3

„In meinen Augen“: Altern und öffentlicher Raum in der Schweiz aus subjektiver Perspektive
Working Group: Jonathan Bennett (BFH), Stefano Cavalli (SUPSI), Pia Coppex (HES-SO), Delphine Roulet-Schwab (HES-SO), Hans Rudolph Schelling (UZH), Karen Torben-Nielsen (BFH)

Ziele: Ältere Menschen fotografieren und kommentieren Orte im öffentlichen Raum, an welchen sie sich wohl oder unwohl fühlen. Dadurch soll das Verständnis für die Lebenswelt von älteren Menschen sowohl bei wichtigen Akteuren der Sozialraumgestaltung (z.B. Raumplaner*innen, Architekt*innen) als auch in der breiteren Bevölkerung vertieft werden. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für Interventionen im Sozialraum, die auf die Bedürfnisse von älteren Menschen zugeschnitten sind und damit im weiteren Sinne gesundheitsfördernd wirken.

Umsetzung: Die älteren Personen kommentieren ihre Fotografien und nutzen dazu eine mobile App. Das Projektteam wertet die Fotografien und Kommentare im Hinblick inhaltsanalytisch aus, verfasst eine wissenschaftliche Begleitschrift und organisiert mit geeigneten Partnern in der deutschen, französischen und italienischen Schweiz öffentliche Fotoausstellungen.

Angestrebte Ergebnisse: Visualisierung der subjektiven Lebenswelt von älteren Menschen, Foto-Ausstellungen und weitere Publikumsveranstaltungen, wissenschaftliche Begleitschrift in Buch- oder Broschürenform, und Sensibilisierung für die Ziele von a+ Swiss Platform Ageing Society.

 

Laufend: Working Package 11

Gesundheitliche Ungleichheit im Kontext einer Verlängerung des Arbeitslebens
Working Group: Isabel Baumann (ZHAW), Ulrich Roth (Innovage Bern), Erica Benz-Steffen (Innovage Zürich)

In vielen westlichen Ländern stellen die steigende Lebenserwartung und die aktuellen makroökonomischen Entwicklungen eine Herausforderung für die finanzielle Nachhaltigkeit der staatlichen Altersvorsoge dar. Als Folge davon, wurde in den vergangenen Jahren in einigen Ländern das Rentenalter erhöht. In der Schweiz findet aktuell eine öffentliche Debatte zu diesem Thema statt. Im Rahmen unseres Working Packages beschäftigen wir uns mit der Frage, welche gesundheitliche Konsequenzen eine Verlängerung des Arbeitslebens hat. Zusätzlich gehen wir der Frage nach, was eine Verlängerung des Arbeitslebens für ältere Arbeitnehmende mit gesundheitlichen Schwierigkeiten bedeutet.

Ein Querschnittsthema unseres Working Packages ist die Frage, wie unterschiedliche sozioökonomische Gruppen den Übergang vom Berufsleben in die Renten erleben. Dieser Fokus auf die Heterogenität der Lebensläufe trägt zur Verankerung eines differenziellen Altersbegriffs bei. Durch die Zusammenarbeit von Forschenden und Mitglieder der Organisation Innovage trägt unser Working Package zum Ziel bei, die Wissensproduktion stärker an den Erfahrungen und Bedürfnissen von Personen zu orientieren, die den Übergang vom Berufsleben in die Rente erlebt haben. Geplant ist, dass Innovage am gesamten Forschungsprozess beteiligt ist, vom Zeitpunkt vor der Festlegung der Forschungsfragen, über den Zeitpunkt der Analyse und Interpretation der Daten bis hin zur Entwicklung von möglichen Empfehlungen zuhanden von politischen Entscheidungsträgern.

 

ENTWICKLUNG VON LANGFRISTIGEN BETREUUNGS- UND PFLEGESYSTEMEN

 

Laufend: Working Package 10

Skalierung eines Modells zur integrierten und sozialraumorientierten Versorgung in der Schweiz
Working Group: Patricia Jungo (CURAVIVA Schweiz), Delphine Roulet-Schwab (HES-SO und SGG), Edith Maier (FHSG, ISM)

Die integrierte und sozialraumorientierte Versorgung von Menschen in Situationen von chronischer Erkrankung und Multimorbidität ist einer der erfolgversprechendsten Ansätze überhaupt, um sich den aktuellen und künftigen Herausforderungen im Gesundheitswesen proaktiv zu stellen. Diverse lokale und punktuelle Umsetzungsprojekte bestehen heute, doch für die flächendeckende und nachhaltige Verbreitung braucht es gezielte unterstützende Massnahmen. Um die Verbreitung dieses neuen Ansatzes in der Betreuung und Pflege von Menschen mit Unterstützungsbedarf zu fördern, hat CURAVIVA Schweiz das Wohn- und Pflegemodell 2030 (WOPM) entwickelt. Es zeigt im idealtypischen Sinn die Prinzipien dieses ganzheitlichen Versorgungsgedankens auf. Mit der Verbreitung dieser Prinzipien durch geeignete Instrumente zielt das vorliegende Projekt auf die Etablierung wirtschaftlich nachhaltiger Versorgungsmodelle bei gleichzeitiger Förderung der funktionalen Lebensqualität von Menschen mit Unterstützungsbedarf.

Das WOPM hat die Vision einer schweizweiten bedarfsgerechten und sozialraumorientierten Versorgung von Menschen mit Unterstützungsbedarf. Pflegeinstitutionen arbeiten Hand- in Hand mit den verschiedenen Akteuren des Gesundheits- und Sozialwesens und ermöglichen so ein selbstbestimmtes Leben im bevorzugten Wohnumfeld.

 

SCHAFFUNG VON ALTERSFREUNDLICHEN UMGEBUNGEN

 

Laufend: Working Package 6&7

Nationales Monitoring zu altersfreundlichen Umgebungen in den Schweizer Gemeinden
Working Group: SAGW (Markus Zürcher und Lea Berger) in Zusammenarbeit mit Rita Gisler (STRATEGIEN für Alter und Gesundheit), Stefanie Becker (Alzheimer Schweiz), Pia Coppex (HES-SO), Valérie Hugentobler (HES-SO), Jean-François Bickel (HETS-FR)

Partner: Schweizerischer Gemeindeverband (Claudia Hametner) und Schweizerischer Städteverband (Marius Beerli)

Ziel ist es, ein schweizweites Monitoring zum Bereich „Schaffung von altersfreundlichen Umgebungen“ sowohl konzeptuell wie auch praktisch umzusetzen. Das Monitoring soll sich dynamisch laufend weiterentwickeln, denn statische Bestandsaufnahmen werden schnell obsolet. Es soll alle 3-4 Jahre via einen Fragebogen erfassen, welche Massnahmen und Strategien in allen Schweizer Gemeinden im Bereich „altersfreundliche Umgebungen“ umgesetzt werden. Dazu soll jeweils ein Bericht über Stand, Entwicklung und Trends der Alterspolitik und -arbeit der Schweizer Gemeinden (was, in welchem Ausmass, wie?) veröffentlicht werden.

 

Laufend: Working Package 9

Systematische Zusammenstellung vorhandener Informationen aus Forschung und Praxis zur Akzeptanz digitaler Technologien und Gerontechnologien durch Seniorinnen und Senioren in der Schweiz
Working Group: Sabina Misoch (FHS St. Gallen), Pia Coppex (HES-SO), Patricia Jungo (CURAVIVA Schweiz)

In der Schweiz ist der Bestand an Erfahrungswissen und wissenschaftlich abgestützten Erkenntnissen zum Thema gross. Leider werden nur wenige dieser Resultate öffentlich zugänglich gemacht. Dies hat zur Folge, dass Studien und Interventionen zur Frage der Akzeptanz digitaler Technologien durch Seniorinnen und Senioren mit sehr ähnlichen Fragestellungen und auf unterschiedlichsten Ebenen mannigfaltig wiederholt werden und man sich im Kreise dreht.

Ziele: Eine strukturierte Übersicht der wichtigsten Forschungsergebnisse und eine Zusammenfassung des Praxiswissens erarbeiten. Einbettung in den aktuellen Kontext. Ableitung von Forschungslücken und Handlungsfelder und Bildung einer öffentlich zugänglichen Daten- und Erkenntnisbasis (Berichtsform, kein Inventar).

Nutzen für Praxis und Forschung: Liefert ein klares Bild des aktuellen Ist-Zustandes. Dieses ist wichtig, um als Basis zur Formulierung zukünftiger Forschungs- und Handlungsfelder wegweisend zu fungieren. Diese Basis verschafft einerseits einen direkten Zusammenhang und ein Rückkoppelungspotenzial zu zum Teil national agierenden Grossprojekten. Andererseits trägt sie zu Transparenz in diesem relevanten Themenfeld bei, womit Doppelspurigkeiten reduziert und Synergien zwischen den jeweiligen Akteuren geschaffen werden.

 

FÖRDERUNG DER MESSUNG, DES MONITORINGS UND DER FORSCHUNG

 

Laufend: Working Package 8

Konzept zur Erfassung / Bewertung / Bereitstellung von Instrumenten zur Messung von Lebensqualität
Working Group: Jürgen Maurer (UNIL), Luisa Lomazzi (SUPSI), Patricia Jungo (CURAVIVA Schweiz)

Mit diesem Projekt soll auf eine ganz pragmatische Weise versucht werden, bestehende Ansätze zur Messung der funktionalen LQ aus der Forschung (nat. und internat.) zusammenzustellen. Über eine Vertiefung in bestehende Schweizer Reportingsysteme aus der Praxis soll ein mini-Set von Fragen entstehen, die die funktionale LQ misst, ungeachtet dessen ob und in welchem Betreuungs- oder Pflegesettings sich eine Person befindet.

Die Materialsammlung alleine bietet Forschenden und Interessierten eine wertvolle Basis zur Reflexion über Konzepte zur funktionalen LQ und die Beurteilung der Passung zwischen Konzept und Instrument. Das mini-Set wäre das erste nationale Set zu einer systematischen Erfassung der funktionalen LQ in der Schweiz. Das Erfolgsrezept liegt darin, dass es mit existierenden Erfassungs- und Reportingsystemen der Praxis abgestimmt ist und sich somit einfach an diese andocken lässt ohne Redundanzen zu schaffen.

 
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Kontaktperson

Lea Berger
Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW
lea.berger (@) sagw.ch


Illustrationen

Anna Luchs, Angela Reinhard
(atelier nordföhn) & WHO